Viele Voraussetzungen, die in den Anforderungen für
Telearbeiter genannt werden und sich auf die Organisation der Zusammenarbeit
zwischen dem Betrieb und dem Telearbeiter beziehen, sind für den Erwerbslosen ohne Belang,
da er ja eben noch nicht -oder nicht mehr- in einem Betrieb arbeitet. Für ihn heißt die Devise „Flucht nach vorn", denn er kann bei der
Beschäftigung mit dieser Thematik nur gewinnen.
Bevor man sich mit der Materie „Telearbeit,
Telekooperationen..." auseinandersetzt, sollte man sich die Frage stellen:
"Was lässt sich von alledem, was ich gelernt habe und kann und das ich in
vielen Berufsjahren an Erfahrungen gewonnen habe über Telearbeit umsetzen. Welche
Tätigkeiten lassen sich auch von zu Hause ausführen.
Telearbeit ist eine Arbeitsform (Organisationsform) und kein Beruf. Mit
Telearbeit lässt sich ein Beruf umsetzen.
Wirklich wichtig für Telearbeit sind die sogenannten weichen
Faktoren wie z. B:
-
Selbständigkeit
-
Ergebnisorientiertes Arbeiten
- Selbstdisziplin
- Zeitmanagement
Außerdem sollte der Telearbeiter in der Lage sein, Beruf und Familie
zu koordinieren. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil das Arbeiten im
häuslichen Umfeld dazu verleiten kann, sich zu sehr von der beruflichen
Tätigkeit ablenken zu lassen (Stichwort "Kinderbetreuung"). Das Arbeiten zu Hause
birgt aber auch die Gefahr, dass sich der Teleworker
selbst ausbeutet und keine Zeit zum Feierabend findet. Oftmals werden auch die
Nachtstunden und die Wochenenden zum Arbeiten missbraucht. Der Telearbeiter
muss in der Lage sein, Arbeit und Privates strikt zu trennen.Für einen
Erwerbslosen ist diese Problematik zunächst zwar von
zweitrangiger Bedeutung. Für ihn gilt es zunächst "nur" Arbeit finden, die Koordinierung kann später
erfolgen. Allerdings sollte er sich schon vorher über die angesprochenen Punkte
Gedanken machen, damit er später nicht vor einem unlösbaren Problem steht.
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Was brauche ich an Hardware?
Die Mindestvoraussetzungen, die man benötigt, um sich mit der
Thematik zu beschäftigen ist ein PC mit Internetanschluss und Drucker. Alles andere
ist „nice-to-have" aber eben nicht unbedingt notwendig. Es muss sich
bei dem PC keineswegs um den allerneuesten Multimedia Rechner handeln, ein guter
gebrauchter PC - notfalls sogar 486er- tut es auch. Beim Internetanschluss kann
man zunächst auf einen ISDN-Anschluss verzichten, ein Modem mit 56 kbit/sec leistet ebenfalls gute
Dienste.
Erweiterungen
rund um den Arbeitsplatz sind erst dann wieder ein Thema, wenn man tatsächlich
die Möglichkeit sieht, Arbeit zu bekommen, die sich mit der Organisationsform
„Telearbeit" vereinbaren lässt. Erst dann braucht man sich der Frage
zuzuwenden, wie man seinen Arbeitsplatz weiter ausstattet. (ISDN-Anschluss mit
ISDN-Telefon, Mobiltelefon, Fax, Scanner usw.). Aber dies hängt auch wieder von
der Art der Telearbeit (alternierend, home-basierend, mobil...) ab.
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Was muss ich können?
Aus dem oben Gesagten folgt, dass man gute Kenntnisse im Umgang mit dem PC und dem Internet haben
sollte. Defizite sollten daher zuerst ausgeglichen werden.
Kenntnisse in diesen Bereichen werden heute ohnehin bei fast allen Tätigkeiten als selbstverständlich
vorausgesetzt.
Die Arbeitsämter ( http://www.arbeitsamt.de
) bieten kostenlose Kurse zur Erlangung von Grundkenntnissen im Umgang
mit PC und Internet an. Aber auch im Internet selbst kann man entsprechende
Kurse besuchen.
Der „Nebeneffekt", den man bei Erlangung guter
IT-Kenntnissen gewinnt, ist der, dass man in der Lage ist, sich alle möglichen Wissenslücken
quasi kostenlos über das Internet zu stopfen. Im Netz gibt es
nichts, was es nicht gibt. Das, was einem an Kenntnissen fehlt, kann man sich
über das Netz besorgen. Das Problem ist hier natürlich, dass man sich das
Know-how aneignen muss, um diese Informationsquellen auch zu finden und,
was das eigentliche Problematische ist, aus der ungeheuren Fülle von
Informationen die wirklich wichtigen herauszufiltern. Eine sehr gute
Hilfestellung über die Suchtechniken bietet die Suchfibel
von Stefan Karzauningkat
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Welche IT-Kenntnisse benötige ich
unbedingt?
Für den sicheren Umgang mit dem Internet ist es
erforderlich, dass man in der
Lage ist (ein bereits funktionsfähiges System vorausgesetzt) mit folgenden
Programmen und Techniken umzugehen:
( möglichst Microsoft Internet Explorer und
Netscape Navigator )
Download von Internetseiten und Programmen
Adobe Acrobat PDF-Reader
Suchtechniken
Suchmaschinen (Typen von Suchmaschinen (Katalog, Robot)
E-Mail Programm
(Ent)ZIP-Programm
Was die effiziente Suche im Netz anbelangt bedarf es einiger Übung.
Eine sehr gute Anleitung findet man in der Suchfibel von Stefan
Karzauninkat
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Welche IT-Kenntnisse benötige ich nur bei Bedarf?
Der Umgang mit den sonst so als absolut notwendig erachteten Office-
Anwendungen wie z. B. Word, Excel ist in Kursen
relativ leicht erlernbar und längst nicht so von Bedeutung wie eben die
bereits weiter oben erwähnten weichen Faktoren. Auch braucht man nicht überall Kenntnisse in Umgang mit allen
Programmen. Ein Datenbankprogramm wird man nur dort brauchen, wo man auch
Datenbanken selbst erzeugen will. Ein Buchhalter wird sicher mehr Nutzen aus
einer Tabellenkalkulation ziehen, wie jemand der nur wenig Umgang mit Zahlen in
seinem Beruf hat. Und eine PowerPoint Präsentation muss nur der erstellen
können, der öfters vor Publikum seine Ideen vortragen muss.
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Wie kann ich meine Kenntnisse praktisch
anwenden?
Ein guter Ansatz kann sein, sich mit Gleichgesinnten
zusammenzuschließen. Dies kann z. B. in Form eines Vereins sein, in
dem man sich mehr oder minder regelmäßig zum Erfahrungsaustausch
trifft. Auch kann man versuchen, über den Ansatz eines Vereins die Erfahrungen
der verschiedenen Mitglieder zu bündeln und gemeinsam Telearbeit oder
Telekooperationen auszuüben oder solche Tätigkeiten anzubieten.
Nebenbemerkung: Letzteres ist natürlich sehr problematisch, da man sich sehr schnell als
Erwerbsloser in eine rechtliche Grauzone begibt. Auch sollte man sich nicht der
Illusion hingeben, dass potentielle Auftraggeber einem Verein von Erwerblosen
die Bude einrennen und Aufträge vergeben. Das hat nicht unbedingt etwas mit der Qualifikation
der Erwerbslosen zu tun, sondern eher mit dem ihnen auferlegten Stigma.
Innerhalb eines Vereins lassen sich die Telearbeits-Techniken,
wie E-Mail, Dokumentationserstellung, Datenaustausch, Internetrecherche usw.
relativ gut einüben. Auch ein Internetprojekt bei dem z. B. ein Verein
seine Ziele auf einer Homepage präsentiert ist ein ideales Übungsfeld für
Telearbeit.
Alles Wissenswerte über die Realisierung eines
Internetprojekts, insbesondere aber alles über HTML, CSS, Java-Script usw.
erfährt man bei SELFHTML von Stefan Münz. SELFHTML ist die deutschsprachige
"Bibel" für alle, die mehr über HTML und alles was damit
zusammenhängt erfahren wollen.
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