[ Pressemitteilung Auftaktveranstaltung ] [ Pressemitteilung Abschlussveranstaltung ] [ Presseecho ]
„Heilbronner Stimme" vom 26.10.2002
Job-net-online geht nach zwei Jahren zu Ende –Erwerbslose geben Erwerbslosen Hilfen – jetzt geht’s ehrenamtlich weiter
Mit Telearbeit raus aus der Arbeitslosigkeit
Von Katja Feiler
Arbeitslose helfen Arbeitslosen: Das ist das Ziel von job-net-online. Das Projekt unter der Leitung von Arkus in Heilbronn geht jetzt zu Ende. Die Fördergelder sind ausgelaufen. Was hat das job-net gebracht?
Qualifizieren, weiterbilden, Alltagshilfen geben: All das will job-net-online. Der Clou dran: Hier helfen ehemals Arbeitslose noch Arbeitlosen. Sechs ABM-Kräfte haben über zwei Jahre die Plattform im Internet geschaffen, Leitfäden erstellt, Kontakt zu den Betroffenen gehalten, Seminare organisiert und weitergebildet. Vor allem PC- und Internet-Kenntnisse sind wichtig. "Damit werden Zugangswege zum Erwerbsleben geschaffen. Das ist ein großer Schritt gegen soziale Benachteiligung", machte der Arbeitsamtsdirektor Martin Diepgen in seinem Grußwort klar.
Rund eine halbe Millionen Euro hat das Sozialministerium über die zwei Projektjahre für job-net-online investiert. Die Förderung ist jetzt ausgelaufen. Und wie geht es weiter? Der Internetauftritt wird ehrenamtlich weitergeführt und mit verschiedenen Regionalnetzwerken verknüpft. Arkus und das Forum Soziale Technikgestaltung übernehmen hierfür dieRolle von Paten.
---------------------------------------------------
„Projekt zeigt Zugangswege zum Erwerbsleben.
Arbeitsamtsdirektor Diepgen
--------------------------------------------------
Zugangsbarriere mindern. Das ist das Ziel, an dem Martin Con rad zusammen mit seinen fünf Projektkollegen gearbeitet hat. Professionell haben sie Wege aus der Erwerbslosigkeit aufgezeigt. Zum Beispiel durch die von ihnen erstellten Leitfäden. Etwa: Wie lassen sich Beruf, Kinder und Familie mit Online-Arbeitsformen verbinden? Oder: Wie finde ich Aufträge und zeitweise Beschäftigung im Netz? Telearbeit ist das Stichwort, das die sechs ABM-Kräfte nicht nur auf den Seiten propagieren, sondern selbst vorgemacht haben. Vom Computer zuhause aus lässt sich viel erreichen, so die These. Lernen wie Online-Bewerbungen erstellt werden, etwa. Eine wichtige Hilfe zur Selbsthilfe. Rund 50 Interessierte informierten sich auf den Seiten von job-net-online pro Tag, sagt Martin Conrad. Die Teilnehmer saßen dabei an PCs im ganzen Land: In Tübingen genauso wie in Schwäbisch Hall, Heilbronn und Stuttgart.
"echo am Sonntag" vom 27.10.2002
Von Arbeitslosen für Arbeitslose
Von Martin Nied
Arbeitslose werden recht schnell vom beruflichen Leben, vor allem aber von den technischen Entwicklungen abgehängt. Die schnelllebige Informations- und Kommunikationstechnologie tut dazu ein Übriges. Auf der anderen Seite finden sich gerade im Internet immer wieder interessante Job-Angebote, Tendenz steigend.
Wie finde ich Arbeit in einer Online-Arbeitswelt? Wie kann ich mich als Erwerbsloser wirtschaftlich selbstständig machen; und wie finde ich Aufträge und zeitweise Beschäftigung im Netz? Auf diese und viele weitere Fragen will das neue Job-Net insbesondere Erwerbslosen und Arbeitssuchenden Antworten geben.
Zwei Jahre lang wurde das Projekt vom Europäischen Sozialfonds und dem Sozialministerium Baden Württemberg gefördert. Träger des Projekts war die gemeinnützige Arkus GmbH
in Heilbronn -in Zusammenarbeit mit dem Forum Soziale Technikgestaltung des DGB Stuttgart. Für das Projekt wurden Langzeiterwerbslose angestellt. Sie entwickelten beispielsweise eine eigene Jobbörsen-Datenbank, mit deren Hilfe sich Arbeitslose im Internet ihren Bedürfnissen entsprechend orientieren können. Dort finden sich auch zahlreiche Tipps rund um Job und (Online-)Bewerbungen. So ist eine Hilfe zur Selbsthilfe von Arbeitslosen für Arbeitslose entstanden. Vier Mitarbeiter aus dem Projekt-Team werden die Datenbank ab sofort ehrenamtlich weiter pflegen, so dass diese stets aktuell ist und Besuchern dadurch auch in Zukunft den größtmöglichen Nutzen bringt. Unter www.job-net-online.de lässt sich das alles finden und auch Kontakt zu den Beteiligten herstellen. Wer keinen Internetzugang hat, findet einen bei der Arbeitsloseninitiative oder neuerdings in der Heilbronner Stadtbibliothek.
[ nach oben ]